Die passende neue Immobilie ist gefunden, doch das bisherige Eigenheim wartet noch auf einen Käufer. Für viele Eigentümer entsteht damit eine schwierige Übergangsphase, denn Kaufpreis, Nebenkosten und laufende Verpflichtungen müssen zeitweise parallel getragen werden. Eine Zwischenfinanzierung kann diese Lücke schließen und den Umzug ermöglichen, ohne dass der Verkauf unter unnötigem Zeitdruck erfolgt. Entscheidend ist jedoch eine realistische Planung. Wer Darlehenshöhe, Verkaufswert, Laufzeit und Reserven sorgfältig kalkuliert, kann den Wechsel sicher gestalten und finanzielle Engpässe vermeiden.
Finanzielle Engpässe geschickt überbrücken
Eine Zwischenfinanzierung ermöglicht es, von der Bank für eine begrenzte Zeit Geldmittel zu erhalten, die später durch den Verkaufserlös der alten Immobilie zurückgezahlt werden. „Häufig wird dabei das bereits im bisherigen Eigenheim aufgebaute Eigenkapital vorübergehend genutzt“, erklärt Oliver Grohmann-Velchev, Geschäftsführer der Proeigentum Immobilien GmbH. Je nach individueller Lage kann es sinnvoll sein, ein kurzfristiges Darlehen, eine tilgungsfreie Finanzierung oder eine Kombination mit der langfristigen Baufinanzierung in Betracht zu ziehen.
Während dieser Übergangsphase fallen oft Zinsen für beide Immobilien an. Daher sollten Eigentümer neben dem erwarteten Verkaufspreis auch einen Sicherheitspuffer für die Vermarktungsdauer, Preisverhandlungen, Umzugskosten und mögliche Renovierungen einplanen, so Anna Maria Grohmann-Velchev, Immobilienwirtin bei Proeigentum Immobilien GmbH. „Es ist ratsam, die Laufzeit großzügig zu bemessen, da ein Verkauf trotz guter Nachfrage länger dauern kann.“ Eine vorzeitige Rückzahlung ohne hohe Zusatzkosten bietet zusätzliche Flexibilität, sobald der Kaufpreis tatsächlich eingeht.
Durch transparente Dokumentation Vertrauen gewinnen
Banken legen großen Wert darauf, dass der geplante Verkauf realistisch und die Rückzahlung gesichert ist. „Eine professionelle Marktwertermittlung, aktuelle Grundbuchunterlagen und Informationen zu bestehenden Darlehen sind hierbei hilfreich“, erläutert Oliver Grohmann-Velchev. Eine umfassende Übersicht über Einkommen, Ausgaben und Rücklagen ist ebenfalls von Vorteil.
Ein klarer Zeitplan für die Vermarktung ist ebenso entscheidend. „Ein bereits beauftragter Makler, hochwertige Verkaufsunterlagen und eine nachvollziehbare Preisstrategie stärken die Position gegenüber dem Kreditinstitut“, betont Anna Maria Grohmann-Velchev. Je transparenter die finanzielle Gesamtsituation dargestellt wird, desto eher lässt sich eine passende Lösung mit tragbarer monatlicher Belastung vereinbaren.
Optimale Reihenfolge für Kauf und Verkauf festlegen
Der sofortige Kauf ist nicht immer die beste Option. „Wer zeitlich flexibel ist, kann zunächst verkaufen und den Übergang durch eine befristete Mietwohnung oder eine spätere Übergabe überbrücken“, schlägt Oliver Grohmann-Velchev vor. Alternativ kann mit dem Käufer der bisherigen Immobilie ein längerer Auszugstermin vereinbart werden. Ist das neue Objekt jedoch selten, stark nachgefragt oder besonders passend, kann die Zwischenfinanzierung sinnvoll sein. „Es ist wichtig, mehrere Szenarien durchzurechnen und auch Verzögerungen einzubeziehen“, rät Anna Maria Grohmann-Velchev. Steuerliche, notarielle und vertragliche Fristen sollten frühzeitig geprüft werden, damit Zahlungen, Besitzübergang und Kreditablösung reibungslos ineinandergreifen. Ein erfahrener Makler koordiniert Besichtigung, Kaufvertrag, Vermarktung und Übergabetermine, um das Risiko einer langen Doppelbelastung zu minimieren.
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Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s ChatGPT
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