Der Küchentisch wird zum Arbeitsplatz, Videokonferenzen finden neben dem Familienleben statt und das Kinderzimmer dient zeitweise als Rückzugsort fürs konzentrierte Arbeiten. Wenn sich Wohnen und Beruf dauerhaft überlagern, kann selbst das vertraute Eigenheim eng werden. Doch ist ein größeres Zuhause wirklich die beste Lösung?
Das Zuhause als Arbeitsplatz
Ein einzelner Arbeitstag am Laptop lässt sich meist gut organisieren. Die Situation ändert sich jedoch, wenn mehrere Familienmitglieder regelmäßig von zu Hause aus arbeiten, Kinder ihre Hausaufgaben erledigen oder unterschiedliche Tagesrhythmen aufeinandertreffen. Fehlende Rückzugsmöglichkeiten können sowohl die Konzentration als auch das Familienleben beeinträchtigen.
Bevor Sie einen Umzug in Betracht ziehen, lohnt es sich, die bestehende Immobilie kritisch zu prüfen. Könnte das Dachgeschoss als Arbeitszimmer genutzt werden? Ist es möglich, einen großen Raum sinnvoll zu unterteilen? Manchmal können neue Grundrisse, Einbauten oder ein Anbau die gewünschte Entlastung schaffen. Sollten solche Maßnahmen baulich schwierig oder unverhältnismäßig teuer sein, wird ein Wechsel der Immobilie attraktiver.
Mehr als nur Fläche
Ein zusätzliches Zimmer kann wertvoller sein als eine wesentlich größere, aber ungünstig geschnittene Wohnfläche. Entscheidend ist die Nutzbarkeit der Räume. Für zwei Personen, die dauerhaft im Homeoffice arbeiten, sind getrennte Arbeitsbereiche oft vorteilhafter als ein gemeinsames Büro. Familien benötigen zudem Platz für Rückzug, Spiel und gemeinsame Aktivitäten.
Ein realistischer Grundrissplan zeigt, ob Schreibtische, Stauraum und private Bereiche tatsächlich nebeneinander Platz finden, ohne dass der Alltag erneut improvisiert werden muss.
Denken Sie dabei über die aktuelle Situation hinaus. Verändert sich die Zahl der Haushaltsmitglieder? Wird mobiles Arbeiten dauerhaft möglich sein? Auch eine stabile Internetverbindung, Tageslicht und Schallschutz verdienen Beachtung. Vergleichen Sie zudem Lage und Infrastruktur: Ein zusätzlicher Raum bringt wenig, wenn lange Schulwege oder ungünstige Pendelstrecken entstehen. „In München und Umgebung ist es besonders wichtig, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr zu prüfen“, betont Oliver Grohmann-Velchev von Proeigentum Immobilien GmbH.
Strategische Vorbereitung des Immobilienwechsels
Ist der Entschluss für mehr Raum gefasst, beginnt die finanzielle Planung. Lassen Sie frühzeitig den realistischen Marktwert Ihrer aktuellen Immobilie ermitteln und vergleichen Sie Kaufpreis, Kaufnebenkosten, mögliche Renovierungen sowie laufende Belastungen. Berücksichtigen Sie bestehende Darlehen und klären Sie frühzeitig mit der Bank, welcher finanzielle Spielraum tatsächlich besteht.
Die Reihenfolge von Verkauf und Kauf ist von besonderer Bedeutung. Wer zuerst verkauft, kennt sein verfügbares Eigenkapital, benötigt aber möglicherweise eine Zwischenlösung. Wer zuerst kauft, muss eventuell zwei Immobilien parallel finanzieren. „Ein abgestimmter Zeitplan und fachkundige Begleitung helfen, Risiken zu begrenzen und unnötigen Druck zu vermeiden“, erklärt Anna Maria Grohmann-Velchev.
Überlegen Sie, ob sich der Wechsel in ein größeres Zuhause lohnt? Wir bewerten Ihre Immobilie, besprechen passende Wohnmöglichkeiten und begleiten Sie! Kontaktieren Sie uns.
Hinweise
In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.
Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.
Foto: © Wordliner/Bild erstellt mit OpenAI’s ChatGPT
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